Feb 21

Fusionen und Übernahmen verändern die Struktur der Medienlandschaft. Dadurch gewinnen einzelne große Medienkonzerne mehr und mehr an Einfluss. Da sich der Großteil der Bevölkerung durch die Medien über Politik informiert, ist die Politik stark von ihnen abhängig. Wer Einfluss auf die Medien hat, kann Meinungen prägen.

Der Medienpolitische Arbeitskreis  der Hanns-Seidel-Stiftung wird sich in einem Werkstattgespräch damit auseinandersetzen, was „Die neue Macht der Medienhäuser“, so der Titel der Veranstaltung, für Politik und Gesellschaft bedeutet. Das Werkstattgespräch findet am Montag, 18. März, um 18.30 Uhr im Konferenzzentrum München statt. Dazu konnten ausgewiesene Experten aus Politik, Kommunikation und Medien gewonnen werden.

Auf dem Podium diskutieren: Martin Gebrande, Geschäftsführer der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien; Verleger Dr. Dirk Ippen, Münchner Zeitungs-Verlag GmbH München; Thomas Knüwer, Blogger und Unternehmensberater, Horst Röper, Geschäftsführer des FORMATT-Institutes in Dortmund, und Dr. Wolfgang Stöckel, Vorsitzender des Bayerischen Journalistenverbandes (BJV), unter der Moderation von Björn Sievers, Director Technology, Edelmann GmbH München. Weitere Informationen zur Veranstaltung bei Tagungsleiter Prof. Dr. Siegfried Höfling hoefling@hss.de

Jul 19

Die Energieversorgung der Zukunft ist eine gewaltige Herausforderung: Die Endlichkeit vieler Energie-Rohstoffe stellt die Menschheit vor die Aufgabe, rechtzeitig Alternativen zu finden, bevor die fossilen Energieträger zu knapp und zu teuer werden.  Die Kernfusion spielt als Option herausragende Rolle bei der Suche nach Zukunftstechnologien, wie die intensive Förderung und das groß angelegte, internationaler Forschungsprojekte “ITER” demonstrieren.

Prof. Dr. Werner Burkart, Vizegeneraldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation sprach am Mittwoch, den 21. Juli, zu diesem Thema (> zum Bericht). Wie ist Ihre Einschätzung, wird Kernfusion den Strom der Zukunft liefern? Welche Aspekte des Projekts bewerten Sie positiv? Was sehen Sie kritisch? Hat Ihnen der Vortrag von  Prof. Burkart neue Perspektiven auf das Thema eröffnen?

Jun 22

Das deutsche Drei-Säulen-Modell ist einmalig. Die strikte Trennung zwischen Genossenschaftsbanken, Sparkassen und Privatbanken charakterisiert unser Bankenwesen. Befürworter identifizieren die verbraucherfreundliche Drei-Säulen-Struktur als echte Stütze für das Finanzsystem. Vor allem die Privatbanken aber sehen in der Sonderrolle der Sparkassen, die per Gesetz vor Übernahmen gesichert sind, eine ungesunde Wettbewerbsverzerrung.

Nun beweist sich die Qualität eines Systems in schwierigen Zeiten, dann, wenn die realen Entwicklungen gewachsene An- und Einsichten durcheinander wirbeln. Die letzten zwei Jahre haben viel Bewegung gebracht und neue Erkenntnisse manifestiert. Die Forderung nach international gültigen Regulierungen ist ein konsequentes Produkt der hohen Interdependenz und gegenseitigen Abhängigkeiten, die Alleingänge ausschließen. Ist das noch Raum für gewachsene Strukturen auf nationaler Ebene?

Was passiert mit den einzelnen Säulen des deutschen Bankenwesens? Werden Sparkassen und Genossenschaftsbanken internationalen Regulierungen entsprechen müssen und können? Erweisen sie sich als Modell mit Zukunftspotential oder hat sich diese Struktur überlebt? Hat die Konzentration auf das klassische Privatkundengeschäft mit eher geringen Margen noch Bedeutung in einem Markt, der von Hedge-Fonds, Leerverkäufen usw. bestimmt wird? Hat die deutsche Bankenlandschaft Zukunft? Ist sie vielleicht sogar ein Zukunftsmodell?

Apr 29

EuroSymbolDie Stabilität des Euro und die Belastbarkeit der europäischen Währungsunion – große Themen sind es, die derzeit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen bewegen. Der Stabilitätspakt, der finanzpolitische Kraftanstrengungen in den Ländern entfesselte, ist ein eine neue Entwicklungsphase getreten.

Im Spannungsfeld juristischer Gegebenheiten, politischer Notwendigkeiten und nationaler Wünsche entstehen zentrifugale Kräfte, von einer substantiellen Schwächung der Eurozone ist die Rede.

Die Protagonisten bewegen sich zwischen Skylla und Charybdis. Nach dem Vertrag von Lissabon ist sichergestellt, dass kein Teilnehmerland für ein anderes haften muss. (No-Bail-Out), doch es geht auch um das Vertrauen in die Effizienz des Stabilitätspaktes. Brauchen wir strengere Regeln, neue Kontrollmechanismen, braucht es neue Institutionen, soll gar der Ausschluss eines Landes aus der Eurozone avisiert werden? Wie wird die Währungsunion diese Belastungsprobe überstehen?

Apr 21

Die Wucht der Krise hat das Vertrauen in das gesamte Wirtschaftssystem erschüttert. Darin steckt die Chance, notwendige Reformen zu erkennen und umzusetzen. Aber auch die Chance, die traditionellen und echten Stabilitätsanker dieses Systems zu beleuchten. Ganz herausragend positionieren sich an dieser Stelle die Familienunternehmen. Sie zeigen sich relativ krisenresistent, nicht zuletzt weil sie in langfristigen Kategorien, sprich nachhaltig denken und weil sie eine alternative Finanzierungskultur haben. Sie leisten wesentliche Anteile zur Wertschöpfung, beschäftigen die meisten Mitarbeiter, sind der Motor der Innovation und sie sind sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst.

Die Familienunternehmen bieten, was die Menschen besonders in Krisenzeiten suchen: Eine Vertrauenskultur, Solidarität, eine Zugehörigkeit zur Familie im weitesten Sinne. Das sind Werte, die in schwierigen Zeiten ihre eigentliche Bedeutung zeigen. So besehen ist die Krise für die Familienunternehmen eine Chance, aus ihrer oft vornehmen Zurückhaltung herauszutreten und der breiten Öffentlichkeit ein Bild zu zeigen, wie Wirtschaft eben auch sein kann.

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter www.hss.de/politik-bildung/themen/themen-2010/familienunternehmen.html

Apr 16

Manager galt jahrelang als einer der meistbegehrtesten Berufe, trotz vieler kritischer Anmerkungen zu den „Nieten in Nadelstreifen“. Das Unternehmer-Sein lag und liegt dagegen in der Attraktivitätsskala weit abgeschlagen.

Das ist skurril, denn jeder Unternehmer ist immer auch Manager. Plus X. Dieses X steht für Verantwortung, für Risiko- und Leistungsbereitschaft und für die Konsequenzen des eigenen Handelns. Es ist gleichzeitig ein Katapult aus den sozialen Sicherungseinrichtungen, denn der Unternehmer mit seiner theoretischen Aussicht auf eine „maximale Gewinnerwartungschance“ muss das Risiko des Scheiterns für sich selbst kalkulieren und die Auswirkungen finanzieren.

Die aktuelle Krise hat eine Wertedebatte nach oben gebracht, die aus dem positiven Bild des Managers fast ein Feindbild entstehen lässt. Der wirtschaftlichen Entwicklung ist damit nicht geholfen, denn sie braucht Manager. Aber offenbar wünschen sich die Menschen ein stärker unternehmerisches Denken dieser Berufsgruppe, eine stärkere Einbindung in die Konsequenzen ihrer Entscheidung. Wie lässt sich der Spagat zwischen den kurzfristigen Anforderungen der Shareholder und den nachhaltigen Konsequenzen schließen? Wie lässt sich die scheinbare Kluft zwischen Gewinn und Moral überbrücken? Welche Bedeutung kommt dabei dem Unternehmer zu, wie positioniert er sich in diesem Spannungsfeld? Und: Können Unternehmer und Manager voneinander lernen? Zum Nutzen aller?

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter www.hss.de/politik-bildung/themen/themen-2010/sind-unternehmer-die-besseren-manager.html

preload preload preload