Apr 29

EuroSymbolDie Stabilität des Euro und die Belastbarkeit der europäischen Währungsunion – große Themen sind es, die derzeit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen bewegen. Der Stabilitätspakt, der finanzpolitische Kraftanstrengungen in den Ländern entfesselte, ist ein eine neue Entwicklungsphase getreten.

Im Spannungsfeld juristischer Gegebenheiten, politischer Notwendigkeiten und nationaler Wünsche entstehen zentrifugale Kräfte, von einer substantiellen Schwächung der Eurozone ist die Rede.

Die Protagonisten bewegen sich zwischen Skylla und Charybdis. Nach dem Vertrag von Lissabon ist sichergestellt, dass kein Teilnehmerland für ein anderes haften muss. (No-Bail-Out), doch es geht auch um das Vertrauen in die Effizienz des Stabilitätspaktes. Brauchen wir strengere Regeln, neue Kontrollmechanismen, braucht es neue Institutionen, soll gar der Ausschluss eines Landes aus der Eurozone avisiert werden? Wie wird die Währungsunion diese Belastungsprobe überstehen?

Apr 21

Die sozialen Netzwerke im Internet haben einen rasanten Anstieg in den vergangenen Jahren erfahren. Die Online-Aktivität hat sich immer mehr in die sogenannten „Social Communities“ verlagert. Im Endeffekt funktionieren all diese Communities mehr oder weniger gleich. Der Nutzer meldet sich meist kostenlos an, erstellt ein Profil und trifft Bekannte oder lernt neue Menschen kennen.

Mittlerweile sind laut Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center 73% der US-Teenager bei einem Netzwerk registriert – 2006 waren es noch 55%. Von den 18- bis 29-jährigen Internetnutzern sind 72% Mitglied in einer community, in der Altersgruppe „30plus“ sind es 40%. Facebook ist dabei das am meisten frequentierte Netzwerk: 73% der Erwachsenen haben dort ein Profil. Was in den USA begonnen hat, setzt sich in Deutschland fort. Auch die Politik bedient sich dieser Seiten. So hat US-Präsident Obama im Präsidentschaftswahlkampf auf den Microblog Twitter gesetzt. Doch was bedeuten soziale Netzwerke im Internet für unsere Gesellschaft und Politik? Welche Chancen und Risiken bergen Facebook, Twitter, Xing, StudiVZ und Co.? Welche Potenziale bieten diese Netzwerke und welche Fallstricke sollte man umgehen? Und wie sieht es dabei mit der Privatsphäre aus?

Am 29. April haben wir im Konferenzzentrum München das erste Mal über diese Fragen diskutiert. Lesen Sie weiter! Das Thema wird in mehreren Wochenendseminaren mit verschiedenen Akzenten erneut aufgegriffen.

Seminarbegleitendes Material:

Apr 21

Die Wucht der Krise hat das Vertrauen in das gesamte Wirtschaftssystem erschüttert. Darin steckt die Chance, notwendige Reformen zu erkennen und umzusetzen. Aber auch die Chance, die traditionellen und echten Stabilitätsanker dieses Systems zu beleuchten. Ganz herausragend positionieren sich an dieser Stelle die Familienunternehmen. Sie zeigen sich relativ krisenresistent, nicht zuletzt weil sie in langfristigen Kategorien, sprich nachhaltig denken und weil sie eine alternative Finanzierungskultur haben. Sie leisten wesentliche Anteile zur Wertschöpfung, beschäftigen die meisten Mitarbeiter, sind der Motor der Innovation und sie sind sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst.

Die Familienunternehmen bieten, was die Menschen besonders in Krisenzeiten suchen: Eine Vertrauenskultur, Solidarität, eine Zugehörigkeit zur Familie im weitesten Sinne. Das sind Werte, die in schwierigen Zeiten ihre eigentliche Bedeutung zeigen. So besehen ist die Krise für die Familienunternehmen eine Chance, aus ihrer oft vornehmen Zurückhaltung herauszutreten und der breiten Öffentlichkeit ein Bild zu zeigen, wie Wirtschaft eben auch sein kann.

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter www.hss.de/politik-bildung/themen/themen-2010/familienunternehmen.html

Apr 16

Manager galt jahrelang als einer der meistbegehrtesten Berufe, trotz vieler kritischer Anmerkungen zu den „Nieten in Nadelstreifen“. Das Unternehmer-Sein lag und liegt dagegen in der Attraktivitätsskala weit abgeschlagen.

Das ist skurril, denn jeder Unternehmer ist immer auch Manager. Plus X. Dieses X steht für Verantwortung, für Risiko- und Leistungsbereitschaft und für die Konsequenzen des eigenen Handelns. Es ist gleichzeitig ein Katapult aus den sozialen Sicherungseinrichtungen, denn der Unternehmer mit seiner theoretischen Aussicht auf eine „maximale Gewinnerwartungschance“ muss das Risiko des Scheiterns für sich selbst kalkulieren und die Auswirkungen finanzieren.

Die aktuelle Krise hat eine Wertedebatte nach oben gebracht, die aus dem positiven Bild des Managers fast ein Feindbild entstehen lässt. Der wirtschaftlichen Entwicklung ist damit nicht geholfen, denn sie braucht Manager. Aber offenbar wünschen sich die Menschen ein stärker unternehmerisches Denken dieser Berufsgruppe, eine stärkere Einbindung in die Konsequenzen ihrer Entscheidung. Wie lässt sich der Spagat zwischen den kurzfristigen Anforderungen der Shareholder und den nachhaltigen Konsequenzen schließen? Wie lässt sich die scheinbare Kluft zwischen Gewinn und Moral überbrücken? Welche Bedeutung kommt dabei dem Unternehmer zu, wie positioniert er sich in diesem Spannungsfeld? Und: Können Unternehmer und Manager voneinander lernen? Zum Nutzen aller?

Weitere Informationen zur Veranstaltung unter www.hss.de/politik-bildung/themen/themen-2010/sind-unternehmer-die-besseren-manager.html

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