Die Stabilität des Euro und die Belastbarkeit der europäischen Währungsunion – große Themen sind es, die derzeit Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen bewegen. Der Stabilitätspakt, der finanzpolitische Kraftanstrengungen in den Ländern entfesselte, ist ein eine neue Entwicklungsphase getreten.
Im Spannungsfeld juristischer Gegebenheiten, politischer Notwendigkeiten und nationaler Wünsche entstehen zentrifugale Kräfte, von einer substantiellen Schwächung der Eurozone ist die Rede.
Die Protagonisten bewegen sich zwischen Skylla und Charybdis. Nach dem Vertrag von Lissabon ist sichergestellt, dass kein Teilnehmerland für ein anderes haften muss. (No-Bail-Out), doch es geht auch um das Vertrauen in die Effizienz des Stabilitätspaktes. Brauchen wir strengere Regeln, neue Kontrollmechanismen, braucht es neue Institutionen, soll gar der Ausschluss eines Landes aus der Eurozone avisiert werden? Wie wird die Währungsunion diese Belastungsprobe überstehen?
