Willkommen auf dem Blogportal
der Hanns-Seidel-Stiftung!

Ergänzend zu unseren gesellschaftspolitischen Veranstaltungen will die Hanns-Seidel-Stiftung Ihnen mit diesem Blogportal die Möglichkeit geben, die Themen mit unseren Experten weiter zu vertiefen und zu diskutieren. Hierzu haben wir diesen "Meinungstreff" eingerichtet.

Nach dem Start im April 2010 wird das Portal nach und nach um weitere Themen ergänzt werden. Besuchen Sie uns daher bald wieder!

Mai 06

Der Medienpolitische Arbeitskreis diskutierte am 29. April 2013 in einem Werkstattgespräch in München über Praxisbeispiele und Rahmenbedingungen für junge Unternehmer in der Medienbranche. Konsens besteht über die Notwendigkeit von Qualitätsjournalismus für das Funktionieren der Demokratie.

Einen ausführlichen Bericht und Videos finden Sie unter http://www.hss.de/politik-bildung/themen/themen-2013/start-up-mit-internet-neue-chancen-fuer-journalisten.html

Was sind Ihre Erfahrungen mit Start-Ups im Internet? Bieten sie tatsächlich neue Chance für Journalisten?

Apr 11

Das nächste Werkstattgespräch des Medienpolitischen Arbeitskreises der Hanns-Seidel-Stiftung findet am Montag, 29. April, um 18.30 Uhr, im Konferenzzentrum München statt.

Thema wird sein Start-Up mit Internet  – Neue Chancen für Journalisten?

Programm

18.30 Uhr       Eröffnung und Begrüßung

Bernd Lenze

Vorsitzender des medienpolitischen Arbeitskreises der

Hanns-Seidel-Stiftung

Podiumsdiskussion

Peter Driessen, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer München und Oberbayern

Hardy Prothmann, Gründer und Chefredakteur von http://www.heddesheimblog.de

Stefan Hanitzsch, Gründer und Ideengeber von Störsender.TV

Richard Gutjahr, Moderator beim BR und Blogger, Gründer von Lobbyplag

 

Moderation: Jan Manz, ergo Unternehmenskommunikation GmbH & Co. KG

Tagungsleitung: Prof. Dr. Siegfried Höfling, Hanns-Seidel-Stiftung

 

Anmeldung

Ihre Anmeldung wird bis spätestens 25. April 2013 per E-Mail: frankenhauser@hss.de unter Angabe des Veranstaltungstitels und Ihrer Adresse erbeten.

 

Allgemeines

Sollten Sie Rückfragen haben, wenden Sie sich bitte an Frau Frankenhauser,
Tel. 089/1258-266. Ihre Anmeldung gilt als angenommen und verbindlich, wenn Sie keine Absage erhalten. Bei Verhinderung Ihrerseits bitten wir um kurze Benachrichtigung.

Mrz 26

Die Teilnehmer des Podiums: Thomas Knüwer, Dirk Ippen, Wolfgang Stöckel, Horst Röper, Björn Sievers, Martin Gebrande

Ein Expertenpodium diskutierte am 18. März 2013 über die provokante These von der “neuen Machtkonstellation der Medienhäuser” in Deutschland. Vertreter von Aufsichtsgremien und Verlagen, aber auch Journalisten und Unternehmensberater zeichneten ein Bild der neuen Balance zwischen Journalismus und Betriebswirtschaft in Medienhäusern. Einigkeit bestand auf dem Podium dahin gehend, dass Wettbewerbsdruck, sukzessives Wegbrechen des Anzeigenmarkts und Konkurrenz des Internets zu einem Konzentrations- und Fusionsschub vor allem auf dem Tageszeitungsmarkt führen mussten, um die wirtschaftliche Existenz der Verlage zu sichern. Uneinig war man sich darüber, ob die Monopolisierung, also die Konzentration auf wenige Medienhäuser, mit geringerer Diversifizierung und größeren Einschränkungen der Meinungsvielfalt erkauft wird. “Es wird die Frage zu stellen sein, welcher Grad an Monopolisierung und Diversifizierung für die Demokratie noch akzeptabel sei”, erklärte Horst Röper, Geschäftsführer des FORMATT-Institutes in Dortmund.

Auf dem Zeitungsmarkt sind derzeit kaum Neuerungen möglich, weil der Marktzugang durch die großen Medienhäuser erschwert wird. Besonders sichtbar wird dies an der zunehmenden Ausdünnung lokaler Präsenz. Aus Rentabilitätsgründen wird am journalistischen Personal gespart. Die Anzahl der Zeitungsredakteure sank um rund 15% in den letzten Jahren. Die Leistungsfähigkeit von lokalen Zeitungsredaktionen, sofern sie noch existieren, sinkt. Lokaljournalismus verkümmert zum Terminjournalismus, Mantelredaktionen übernehmen die politische Berichterstattung für immer größere Regionen, die regionale Diversifikation der politischen Berichterstattung geht mehr und mehr verloren und damit die politische Meinungsvielfalt. Das größte, sich weiter verschärfende Problem stellt somit der Schwund an Lokaljournalismus dar. Internetangebote können zumindest in naher Zukunft die wegbrechenden, lokalen Ressourcen nicht kompensieren. Diese Aussage war auf dem Expertenpodium nicht unbestritten. Der Einbezug von Bürgern für die lokale Berichterstattung könnte verbessert werden, entsprechende Modelle, wie sie beispielsweise in den USA existieren, müssten in Deutschland nur mutig ausprobiert werden, meinte Thomas Knüwer, Blogger und Unternehmensberater, und sprach sich für mehr Kreativität bei der Entwicklung von Internetgeschäftsmodellen aus.

Dass regelmäßige Blogs engagierter Bürger kritischen, investigativen Journalismus ersetzen könnten, wird allerdings nicht ernsthaft als Ausweg in Erwägung gezogen. Professioneller Journalismus kann nicht durch Laien-Engagement im digitalen Netz wettgemacht werden, so sieht mancher auf dem Expertenpodium bereits den professionellen Journalismus in Gefahr. Journalistische Tätigkeit im Internet ist bislang finanziell kaum tragfähig. Die wirtschaftliche Basis des Online-Journalismus ist schwach. Meist findet man Ein-Mann-Redaktionen mit der ungesunden Tendenz zur Selbstausbeutung vor. Ein breiter, professioneller Lokaljournalismus im Netz ist in absehbarer Zeit nicht erkennbar. Aber auch hier scheint es alternative Modelle aus den USA zu geben, die in Deutschland noch nicht zur Kenntnis genommen wurden.

Einig ist sich das Podium hinsichtlich der notwendigen Stärkung des lokalen Journalismus sowie der Aufwertung des journalistischen Berufsstands allgemein – auch in finanzieller Hinsicht, sowohl im Printmedien – als auch im digitalen Bereich. “Die Medienhäuser werden versuchen müssen, in der Welt des Internets stärker Fuß zu fassen, dürfen jedoch den klassischen Print-Bereich nicht vernachlässigen. Das Ende der Zeitung wird nicht kommen, was sein kann, ist, dass die Tageszeitung nicht mehr jeden Tag erscheinen wird”, beschreibt Dr. Dirk Ippen, Verleger des Münchner Zeitungs-Verlages (Münchner Merkur) ein mögliches Zukunftsszenario. Medien sind dienende Kräfte, unverzichtbar für den demokratischen Prozess einer freien Gesellschaft.

Diskutieren Sie mit:

Was muss sich ändern, damit investigativer Journalismus für Verleger wirtschaftlich interessant bleibt?

Gefährden Blogs und sogenannte “Bürger-Reporter” den professionellen Journalismus?

Stellen elektronische Bürgerzeitungen eine journalistische und wirtschaftliche Bedrohung für etablierte Medienhäuser dar?

 

Feb 21

Fusionen und Übernahmen verändern die Struktur der Medienlandschaft. Dadurch gewinnen einzelne große Medienkonzerne mehr und mehr an Einfluss. Da sich der Großteil der Bevölkerung durch die Medien über Politik informiert, ist die Politik stark von ihnen abhängig. Wer Einfluss auf die Medien hat, kann Meinungen prägen.

Der Medienpolitische Arbeitskreis  der Hanns-Seidel-Stiftung wird sich in einem Werkstattgespräch damit auseinandersetzen, was „Die neue Macht der Medienhäuser“, so der Titel der Veranstaltung, für Politik und Gesellschaft bedeutet. Das Werkstattgespräch findet am Montag, 18. März, um 18.30 Uhr im Konferenzzentrum München statt. Dazu konnten ausgewiesene Experten aus Politik, Kommunikation und Medien gewonnen werden.

Auf dem Podium diskutieren: Martin Gebrande, Geschäftsführer der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien; Verleger Dr. Dirk Ippen, Münchner Zeitungs-Verlag GmbH München; Thomas Knüwer, Blogger und Unternehmensberater, Horst Röper, Geschäftsführer des FORMATT-Institutes in Dortmund, und Dr. Wolfgang Stöckel, Vorsitzender des Bayerischen Journalistenverbandes (BJV), unter der Moderation von Björn Sievers, Director Technology, Edelmann GmbH München. Weitere Informationen zur Veranstaltung bei Tagungsleiter Prof. Dr. Siegfried Höfling hoefling@hss.de

Nov 16

Am 12. November 2012 lud der medienpolitische Arbeitskreis der Hanns-Seidel-Stiftung erstmals zu einer öffentlichen Veranstaltung zum Thema digitale Zukunft ein. Im Mittelpunkt standen Bedeutung und Notwendigkeit des Qualitätsjournalismus für die digitale Gesellschaft. “Der Kampf um den Bildschirm” lautete der Titel des Vortrags von  BR-Intendant Ulrich Wilhelm, in dem es um die Zukunft des Qualitätsjournalismus im Zeichen von Smart-TV ging. Wilhelm beschrieb darin die revolutionären Innovationen der Kommunikationsmedien. Schnelle und unkomplizierte Übertragung mittels Breitbandtechnologie und die Möglichkeit, Informationen gleichzeitig zu jeder Zeit zu Verfügung zu haben, bestimmen die Kommunikation, die Informations- und Wissensvermittlung in der gesamten Welt. Inhalte werden aufgrund der neuen Kommunikationsstrukturen nun von einer Vielzahl von Infrastrukturbetreibern geschaffen, die im originären Sinne zuvor keine Inhaltsproduktion betrieben haben. Mit Hilfe der unterschiedlichen Medien und digitalen Plattformen, vor allem auch der „Social Media“ werden zunehmend Teilöffentlichkeiten, also stark differenzierte Zielgruppen geschaffen.

Ulrich Wilhelm, Hans Zehetmair, Thomas Knüwer, Wolfgang Büchner, Eberhard Sinner, Werner Weidenfeld, Bernd Lenze

Dies geschieht über die Bildung von Nutzerprofilen, Suchalgorithmen und anderen Vorsortierungen. Eine hochspezifizierte, freie und pluralistische Gesellschaft braucht aber einen gesamtgesellschaftlichen Diskurs. Für diesen öffentlichen Diskurs bedarf es des Qualitätsjournalismus. Der Journalist überprüft seine Informationsquellen, bürgt für sein Informationsprodukt. Er kann auch verantwortlich für seine Berichte gemacht werden.

Beim Blick auf die digitale Zukunft oder auf eine digitale Gesellschaft unterstrichen die Podiumsteilnehmer aus dem Bereich des öffentlich-rechtlichem Rundfunks (Ulrich Wilhelm), der Printmedien (Martin Balle, Wolfgang Büchner) der Digitalen Medien (Thomas Knüwer) und der politischen Wissenschaft (Werner Weidenfeld) die Bedeutung einer differenzierten Betrachtungsweise der “Digitalen Revolution”. Neben dem Wunsch nach Individualität und dem hohen Wert der Kommunikationsfreiheit, der vor allem bei jungen Menschen besonders ausgeprägt ist, spielt die generelle menschliche Sehnsucht nach Zugehörigkeit, kollektivem Erleben und Verbundenheit eine wichtige Rolle. Alle Medien müssen daher interaktiver werden. Das Senden und Verbreiten von Informationen allein reicht nicht aus. Der Dialog mit den Nutzern (nicht Konsumenten) muss zukünftig in allen Medien anders als bisher organisiert werden. „Nicht allein die technischen Möglichkeiten, sondern den Menschen zu sehen“ war das Schlusswort des umsichtig leitenden Moderators Eberhard Sinner. Die Podiumsdiskussion machte deutlich, dass die Vertreter der verschiedenen Medien nicht in ihren Gräben verharren, sich abschotten und Verdrängungskämpfe organisieren, sondern dass sie sich ihrer gemeinsamen Verantwortung für die pluralistische, demokratische Gesellschaft bewusst sind. Qualitätsjournalismus kann die sinnvolle Klammer für das Zusammenwirken der traditionellen und neuen Medien sein, mit der die digitale Zukunft gestaltet werden kann.

 

“>Dialog Digitale Zukunft – Vortrag Ulrich Wilhelm Teil 1

Nov 06

Dem Fernsehzuschauer und den Medienmachern steht eine digitale Revolution bevor. Fernsehen und Internet werden zu einem Medium zusammenwachsen. Der Medienpolitische Arbeitskreis der Hanns-Seidel-Stiftung hat sich 22. Oktober 2012 bei seiner Sitzung in München mit der Konvergenz beider Medien befasst. Am Rande dieser Tagung sprach Hubertus Klingsbögl mit dem Direktor des Instituts für Rundfunktechnik IRT, Dr. Klaus Illgner-Fehns, über technisch veranlasste Reaktionen von Programmverantwortlichen, die gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen von SmartTV und eine Prognose für 2017.

Was bedeutet SmartTV für die Zukunft – eine technische oder eine gesellschaftliche Revolution? Diskutieren Sie mit!

Jun 25

Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring beantwortet die Frage, wie weit der Einfluss der Netzbetreiber in die Inhalte geht. Beim Stichwort Deep Package gehen die Meinungen auseinander. Man weiß, wo die Probleme liegen. Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring berichtet dem medienpolitischen Arbeitskreises der Hanns Seidel Stiftung im April 2012 von der Arbeit der Enquetekommission Digitale Gesellschaft.

Jun 25

Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring stellte die Probleme bei seiner Arbeit in der Enquetekommission Digitale Gesellschaft beim Thema Netzneutralität vor. Er sprach im Rahmen des medienpolitischen Arbeitskreises der Hanns Seidel Stiftung im April 2012. Ring berichtete auch, was er selbst gelernt hat. Die Realitäten des Internets haben manche Beschlüsse überholt.

Jun 25

Prof. Dr. Christoph Neuberger beantwortet die Frage, ob die Enquetekommission Digitale Gesellschaft überhaupt etwas gebracht hat? Neuberger kommt vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU München. Er sprach im Rahmen des medienpolitischen Arbeitskreises der Hanns Seidel Stiftung im April 2012. Welche Erwartungen hat denn die Gesellschaft an die Kommission?

Jun 25

Reinhard Brandl, MdB, Mitglied der Enquetekommission Digitale Gesellschaft, spricht im medienpolitischen Arbeitskreises der Hanns Seidel Stiftung im April 2012 über seine Arbeit in der Kommission und räumt Missverständnisse aus. Wie werden Sachverständige eigentlich ausgewählt?

Jun 25

Einführung in das Thema

AKM-Aktuell Kommentare deaktiviert

Moderatorin Sissi Pitzer vom Bayerischen Rundfunk führt in die komplizierte Thematik ein und stellt die Frage “Enquetekommission Digitale Gesellschaft – Feigenblatt oder Wegweiser?” Dabei stellt sie die verschiedenen Tätigkeitsfelder der Enquetekommission dem medienpolitischen Arbeitskreis der Hanns Seidel Stiftung vor.

Jun 25

Der Vorsitzende des medienpolitischen Arbeitskreises der Hanns Seidel Stiftung Bernd Lenze stellt Fragen zum Enquetekommission Digitale Gesellschaft. Er erklärt im April 2012 wie es zur Enquetekommission kam und welche Fragen dort zu behandeln sind.

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